Various & Gould

Various & Gould | Künstler-Duo aus Berlin | siehe auch: https://www.facebook.com/various.and.gould oder http://www.variousandgould.com/.

#Holy Helpers:
„Konfrontiert mit den täglichen Offenbarungen im Überwachungs-Inferno könnte man doch glatt vom Glauben abfallen! Aber nicht mit uns! Lasset uns mutig sein und unverzagt, denn es gibt Hoffnung! Wer könnte uns armen Seelen in dieser Not besser beistehen, als Santa Data, die Hüterin der Kabel und Geräte? Möge sie ihre Hand fortan schützend über unsere Cloud halten!“, so ein Auszug aus Various & Gould´s Manifest, welches im Rahmen ihres Projekts „Holy Helpers“ entstand.
„Holy Helpers“ ist eine neuzeitliche Mischung aus Protest und Performance, die im Sommer 2013 in Form einer sogenannten Heiligenprozession durch Berlin stattfand: „für Datensicherheit und den Erhalt irdischer Freiheit und alternativer Kultur“, so heißt es eigens auf der KünstlerInnen-Website.

In erster Reihe der Prozession reihten sich dabei Various & Gould´s moderne Heilige ein, die bereits einem ihrer vorausgegangenen Projekte entstammten: „Moderne Heilige“, oder auch „St. Nimmerlein“ (2010). Es handelt sich dabei um eine 10-teilige Plakatserie, die sich 10 ‚fiktiven‘, neuzeitlichen Heiligen widmet. Jeder Heilige steht dabei symptomatisch für ein gesellschaftlich relevantes Thema oder Problemfeld und verkörpert dieses auf piktural zugespitzte Weise – stets darauf bedacht, gerade nicht jenen vermeintlich weltverbessernden Tonus abgegriffener Klischees  zu bedienen (siehe auch: http://www.variousandgould.com/sankt-nimmerlein-modern-saints/).

#Wanted Witches – Witches Wanted:
Nicht Heiligen, sondern vielmehr sogenannten ‚Hexen‘ widmet sich das neueste Projekt von Various & Gould. Dabei porträtieren sie eine Auswahl bekannter, lebender und unangepasster Menschen, die bei kontroversen Gesellschaftsthemen als GrenzgängerInnen und VorreiterInnen agieren: Marina Abramović, Yoko Ono und Edward Snowden zum Beispiel. Anstatt den Begriff „witches“ im Titel jedoch wortlich zu nehmen, lenkt dieser vielmehr auf eine haptische-visuelle Qualität ihres Projektes: „Zum Drucken der Porträts wurde eine besondere Farbe verwendet, die dazu führt, dass sich an den Arbeiten – wie durch Hexerei – Streichhölzer entzünden lassen. Die BetrachterInnen sind dazu eingeladen, mithilfe von Streichhölzern und Kerzen mit den Bildern in Kontakt zu treten“, so Various & Gould auf ihrer Website.

#WitchHuntCologne:

Zudem sind die im Stadtraum befindlichen Plakate mit einem QR-Code versehen. Smartphone-User sind dazu aufgefordert, die im Stadtraum verklebten Poster ausfindig zu machen und ihre Codes einzulesen. Auf diese Weise erhalten sie, vor Ort und in situ – in Form von Texten und Audiotracks –, orts- und situationsbezogene Zusatzinformationen: zum einem zum Leben der portraitierten Personen, zum anderen liefert der dekodierte Code Wegbeschreibungen zum nächsten Plakat. Denn: Die ‚Hexenjagd‘ ist von den beiden KünstlerInnen als „interaktive Schnitzeljagd“ konzipiert worden. Sowohl der Stadtraum als auch die Portraits sind somit ‚erweitert‘ (bzw. ‚augmented‘, im Sinne der Augmented Reality) erfahrbar (siehe dazu auch: http://www.witchhunt.eu/cologne).

Die hier veröffentlichten Fotos dienen alleinig der wissenschaftlichen Dokumentation meines PhD-Projekts. Sie unterliegen dem Copyright der KünstlerInnen ©Various&Gould | ©kg. Jegliche Art der Reproduktion oder kommerziellen Nutzung, sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme, ist untersagt. Vielen Dank an Various&Gould für die Fotos!

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